Ärztliche Untersuchung:

Bei der körperlichen Untersuchung ("ärztliche Untersuchung") handelt es sich um eine sogenannte Screeninguntersuchung. Es sollen nach dem Willen des Verordnungsgebers ohne großen apparativen Aufwand mögliche gesundheitliche Abweichungen festgestellt werden.

Bei der ärztlichen Untersuchung erfolgt nach der Vorgabe des Verordnungsgebers zunächst eine gründliche Erhebung der Vorgeschichte anhand eines Fragebogens. Dabei wird auf wesentliche frühere und aktuelle Erkrankungen eingegangen, die von Bedeutung für die Fahreignung sein könnten. Es schließt sich eine körperliche Untersuchung wichtiger Organsysteme an. Zusätzlich wird eine Urinuntersuchung durchgeführt.

Eine Blutentnahme oder ein EKG ist nicht vorgesehen. Derartige Untersuchungen kommen bei besonderen Auffälligkeiten zum Ausschluss von Einschränkungen in Frage.

Bei bestimmten Erkrankungen wie Epilepsie oder auch medikamentös behandeltem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) kann nach den Begutachtungsrichtlinien ein positives Gutachten nur durch einen verkehrsmedizinisch erfahrenen Facharzt des betreffenden Teilgebietes (z. B. Arzt für Innere Medizin) erteilt werden, eine Anmeldung zur Untersuchung bei einem Facharzt für Arbeitsmedizin ist in diesen Fällen nicht sinnvoll.

Das Gutachten darf zum Zeitpunkt des Antrages auf Führerscheinerteilung bzw. -verlängerung nicht älter als ein Jahr sein.