Untersuchung des Sehvermögens

Grundfunktionen des Sehvermögens

Mit den dafür geeigneten Geräten prüfen wir die Funktionen des Auges, die für die Verkehrssicherheit von Bedeutung sind.

Über das Ergebnis wird ein ärztliches Gutachten erstellt.

Das Gutachten über die Sehfähigkeit darf bei Antragsstellung nicht älter als 2 Jahre sein.

Rodatest 302
Rodatest 302

Es wird zunächst die Sehschärfe für die Ferne bestimmt. Diese erfolgt mit einem Sehtestgerät, in dem standardisierte Sehzeichen (Landolt-Ringe) angeboten werden, die jeweils eine Öffnung haben. Diese Öffnung muss bei verschiedenen Vergrößerungen benannt werden. Aus der kleinsten korrekt erkannten Vergrößerung errechnet sich die Sehschärfe in Prozent.

Hierzu ist es unbedingt notwendig, dass eine erforderliche Brille (bzw. Kontaktlinsen) zur Untersuchung mitgebracht werden. Da ein positives Gutachten nur bei guter Sehfähigkeit (100% auf dem besseren, mindestens 80% auf dem schlechteren Auge) erteilt werden kann, empfehlen wir bei Zweifeln, einen Optiker aufzusuchen, um die Sehfähigkeit überprüfen zu lassen und ggf. die Brillenkorrektur zu optimieren (ein Optiker kann allerdings kein gültiges Gutachten für die Führerscheinstelle erstellen) und dann erst bei uns die Untersuchung durchzuführen. Falls eine ausreichende Sehfähigkeit nicht erreicht werden kann, ist eine augenärztliche Begutachtung vorgeschrieben.

Weiterhin wird der Farbsinn geprüft. Bei Farbsinnschwächen muss der Anomaliequotient bestimmt werden (ein Maß für die Farbfehlsichtigkeit), dies ist nur bei Augenärzten möglich, teilweise muss dann dort das gesamte augenärztliche Gutachten beauftragt werden. Falls der Anomaliquotient im guten Bereich ist und uns hierüber eine Bescheinigung vorgelegt wird, können wir das augenärztliche Gutachten durchführen.

Das räumliche Sehen wird ebenfalls mit einem Gerät überprüft, wobei eine Unterscheidung getroffen werden kann zwischen verschieden guten Ausprägungen des räumlichen Sehens. Erkannt wird hier auch eine Schielneigung.


Perivist FEV
Perivist FEV

Perimetrie

Es folgt die Prüfung des Gesichtsfeldes (Perimetrie). Auf einer Halbkugel werden hierzu für jedes Auge getrennt Lichtpunkte gezeigt, der Proband muss immer wenn er einen Lichtpunkt wahrnimmt, ein Signal geben. Computergestützt wird eine Landkarte des Auges gezeichnet, aus der man ablesen kann, ob in allen Bereichen des Gesichtsfeldes ausreichende Wahrnehmungsfähigkeit besteht.